Ratten
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Die Farbratte
| Klasse: | Säugetiere (Mammalia) |
| Ordnung: | Nagetiere (Rodentia) |
| Unterordnung: | Mäuseverwandte (Myomorpha) |
| Überfamilie: | Mäuseartige (Muroidea) |
| Familie: | Langschwanzmäuse (Muridae) |
| Unterfamilie: | Altweltmäuse (Murinae) |
| Gattung: | Ratte (Rattus) |
| Art: | Wanderratte (Rattus norvegicus) |
| Zuchtform: | Farbratte (Rattus norvegicus forma domestica) |
| Körperlänge: | 20 - 26 cm |
| Schwanzlänge: | 18 - 22 cm |
| Gewicht: | Weibchen und Kastraten 220 - 500 g, Böcke 250 - 500 g |
| Geschlechtsreife: | ab der 4. Lebenswoche |
| Tragzeit: | ca. 21 Tage |
| Wurfgröße: | 4 - 20 Jungtiere |
| Lebenserwartung: | 1,5 - 2,5 Jahre |
| Körpertemperatur: | ca. 36,5 - 37,9 °C |
| Atemfrequenz: | ca. 80 - 140 Respirationen/min |
| Herzfrequenz: | ca. 280 - 450 Schläge/min |
| Haltungsweise: | mindestens zu zweit (niemals einzeln!!) |
Herkunft
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts kamen die braungefärbten Wanderratten (Rattus norvegicus) über den Seeweg (die schlauen Tierchen fuhren als blinde Passagiere mit) aus Nord-China und Zentral-Asien nach Europa und Nordamerika. Innerhalb weniger Jahre hatten sie die ganze Welt besiedelt. Da Ratten sehr anpassungsfähige Tiere sind, machte ihnen große Hitze (etwa in Südamerika) genausowenig aus wie große Kälte (wie etwa in Russland). In der englischen Stadt Bristol fingen 1822 dort erstmals einige Menschen albinotische Wanderratten ein, um sie als Labor- und Liebhabertiere zu halten.
Die Pest jedoch hat nicht die Wanderratte übertragen, sondern die bereits im 13. Jahrhundert aus Süd-Ost-Asien eingewanderte schwarzgefärbte Hausratte. Allerdings hat auch nicht die Ratte hat die Pest übertragen, sondern die mit dem Bakterium Yestinia pestits infizierten Flöhe, die auf den Ratten lebten.
Aus den albinotischen Labortieren, die der Wanderratte entstammten, wurden nach und nach andere Farbschläge gezüchtet und irgendwann ist daraus, mit der Zeit, die Ratte entstanden, die wir heute als Farbratte kennen. Eine Farbratte hat mit der Wanderratte - abgesehen von einer leichten optischen Ähnlichkeit, der Fruchtbarkeit und der Intelligenz - nichts mehr zurückbehalten. Und wenn unsere Farbratten heutzutage krank werden und diese Krankheit weitertragen, dann nur, weil wir, die Menschen, sie mit irgendwas angesteckt haben. Denn wie soll sonst eine Farbratte, die in einer Wohnung, in einem Käfig gehalten wird, an Flöhe oder Viren kommen? Meistens bekommen erst wir einen Schnupfen und stecken dann unsere Haustierchen, durch Schmusen, damit an.
Ratten sind Rudeltiere. In freier Wildbahn leben sie in Kolonien mit bis über 100 Tieren zusammen. Es ist daher Tierquälerei, seine Farbratten allein zu halten. Auch durch intensivste Bemühungen kann man ihnen keinen Partner ersetzen.
Haltung
Ratten sind vorwiegend Läufer, aber auch gute Kletterer. Sie sind nicht besonders groß, aber sie haben trotzdem ein paar Ansprüche. Der Käfig sollte schön groß und spannend und abwechslungsreich eingerichtet sein.
Pro Tag sollte man mindestens eine Stunde Auslauf im rattensicheren Zimmer einplanen. Der Auslauf ist - unabhängig von der Käfiggröße - absolut wichtig für die intelligenten Nager.
Käfiggröße
Käfigeinrichtung
Bauanleitung für einen Schrankkäfig
Ernährung
Die Ernährung von Farbratten setzt sich im Westentlich aus zwei Hauptbestandteilen zusammen: Trockenfutter und Frischfutter. Zwei Nebenkomponeten sind Eiweiß und Leckerlis.
Trockenfutter
Frischfutter
Eiweiß & Leckerlis
Sonstiges
Verhalten
Gesundheit
Auch Ratten können krank werden. Besteht Verdacht auf eine Erkrankung, sollte umgehend der Tierarzt aufgesucht werden. Die Tierarztkosten können auch schon mal über 100 Euro betragen, daher empfiehlt es sich, eine kleine Spardose oder ein Sparkonto anzulegen, wo man stets ausreichend Geld für Notfälle bereit liegen hat. Denn auch Ratten haben ein Recht auf eine medizinische Versorgung, wenn sie krank sind.
