Gegen Lebendtierverkauf in Zoohandlungen
Aus Wiki.Farbmaus-Welt.de
Warum sollte man keine Tier in Zoohandlungen Kaufen?
Ganz einfach, weil sie dort eine Ware ohne Rechte sind.
Fragt euch doch mal selbst, wie viel ein Tier im Monat an Unterhalt kostet und schaut euch die Preise an. Wie viele Mäuse muss ein Laden verkaufen um eine Maus zu ernähren, Unterbringung usw. zu Finanzieren?
Allein schon, wenn ich in diversen Zooläden bin und dort höre und sehe, das Binies nur Futter sind für gerade mal 50 Cent und Bunte Mäuse was zum lieb haben für 5 Euro, schwanke ich zwischen Trauer und Wut hin und her.
Sind nicht beides Farbmäuse mit der selben Berechtigung zu leben?
Ich will auch keine Romane erzählen, Bilder besonders die bewegten sprechen mehr als tausend Worte, seht selbst.
Ich denke das sagt genug, oder?
Leider höre ich immer wieder von Leuten: "meine Zoohandlung ist nicht so, sie hat nur Tiere von seriösen Züchtern..." und ähnliche Sätze.
Entschuldigung, mir ist nicht ein seriöser Züchter bekannt, der seine Tiere an einen Zooladen verkaufen würde! Fragt einfach mal einen Züchter, wie viel Arbeit, Zeit, Geld und Herzblut in einer vernünftigen Zucht steckt.
Die, die an Zooläden ihren Nachwuchs verschleudern, sind Vermehrer denen es nicht um Gesundheit oder artgerechte Haltung geht, sondern nur um Profit.
Hier nochmal alle Punkte, die gegen den Kauf von Tieren im Zooladen sprechen, auf einen Blick:
1. Unwürdige Behandlung der Tiere
Die Tiere werden als Ware gesehen und auch so behandelt. Misshandlungen der Tiere sind an der Tagesordnung. Vor Ladenöffnung werden tote Tiere aus den "Gehegen" gefischt und entsorgt. Die toten Tiere werden danach meist als Frostfutter für Reptilien weiter verkauft, um auch mit den toten Tiere noch Geld machen zu können.
2. Gefahr schwangere Tiere zu erhalten
Weibliche Tiere sind in 80% der Fälle schwanger.
Auch, wenn die Tiere im Verkaufsraum nach Geschlechtern getrennt gehalten werden - im Lagerraum werden alle durcheinander gehalten.
3. Gefahr kranke Tiere zu erhalten
Die Tiere sind oft krank. Infektionskrankheiten wie Kuhpocken oder Leptospirose sind keine Seltenheit. Parasiten wie Milben oder Würmer sind meistens der Fall. Einige Arten dieser Krankheiten / Parasiten sind auch für den Menschen gefährlich.
4. Gefahr verhaltensgestörte Tiere zu erhalten
Oft sind die Tiere wegen der Misshandlungen und nicht artgerechten Haltung schwer verhaltensgestört. Bissigkeit, stereotype Verhaltensweisen wie Gitternagen oder im Kreis laufen sind nicht selten.
Die Tiere aus Zooläden stammen von Zuchtfarmen (meist aus den Niederlanden).
Die Tiere werden dort viel zu früh vom Muttertier getrennt, was zur Folge hat, dass die Tiere kaum oder gar nicht sozialisiert sind. Das wiederum führt dazu, dass Vergesellschaftungen mit Artgenossen oft unmöglich sind.
Es ist nachgewiesen, dass große Zoohandlungsketten wie Fr***, De**, Zo* und Za**, in Deutschland ihre Tiere von solchen Zuchtfarmen beziehen.
6. Schlechte, falsche oder gar keine Beratung
Eine Beratung durch das Zooladenpersonal ist mangelhaft oder gar nicht vorhanden. Die Mitarbeiter sind normale Einzelhandlsverkäufer, wie bei Edeka oder Kaufland. Sie können eine Kasse bedienen und Ware einräumen, kennen sich aber nicht mit Tieren aus und müssen das per Gesetz auch nicht.
Das meiste Zooladenpersonal rät sogar zu strafbaren Handlungen (wie z.B. Aussetzen der Tiere, wenn sie tragend sind) oder rät zur Verwendung von vom TVT als tierschutzwidrig eingestuftes Zubehör (wie z.B. Joggingbälle und Hamsterwatte).
7. Unterstützen der Massenproduktion
Mit dem Kauf unterstützt man die Massenproduktion von Tieren und deren Haltung unter tierunwürdigen Bedingungen. Denn mit dem Kauf entsteht eine Nachfrage. Und auf eine Nachfrage wird mit einem steigenden Angebot reagiert.
Die Gleichung ist einfach: Verkauft werden 5 Mäuse. Nachbestellt werden 10 Mäuse.
Das sollte man auf gar keinen Fall unterstützen, denn so hört das niemals auf.
8. Herstellen einer Nachfrage
Wenn man den Tieren in den Zooläden helfen will, sollte man diese keinesfalls freikaufen. Denn die Läden sehen nur, dass die Tiere verkauft wurden. Aus welchen Gründen, spielt keine Rolle.
Daher werden neue Tiere nachbestellt. Wenn man Montags hingeht und 4 Farbmäuse freikauft, kommt man am Mittwoch vorbei und es sitzen 6 neue im Glaskasten.
Da man nicht alle freikaufen kann, macht man die Sache nur mit jedem Kauf schlimmer.
Will man den Tiere helfen, sollte man das zuständige Veterinäramt benachrichtigen. Zudem kann man in ganz besonders schlimmen Fällen die Polizei einschalten.
Ist man sehr labil und neigt zu Mitleidkäufen, sollte man nur noch in Zooläden einkaufen, die keine lebenden Tiere verkaufen oder in Online-Shops.
